Montag, 17. Juli 2017

Butter, Margarine oder die Entscheidung zwischen Pest und Cholera


rettet den Regenwald, copyright Martin Rittgerott

Guten Tag Ihr Lieben,
gestern Morgen bei Frühstück tat sich eine Frage für mich auf:

Butter oder Margarine?

Ich esse gerade Butter, nein, es ist leider auch keine BioButter.
Das mache ich wieder, weil Markus mein Partner mir sagte:"Margarine esse ich nicht wegen dem Palmfett!"
Oha! stimmt...ich habe sie selber gesehen, in Mexico als ich meine Tochter dort besuchte, die Zerstörung durch die Palmölplantagen, die durch Brandrodung mitten im Urwald entstehen. Riesige Monokulturen...dadurch sind schon Völker wie die Mayas und Inkas gestorben...und schon damals fragte ich mich, ob wir denn so dumm sind, dass wir nie aus unserer eigenen Vergangenheit lernen.

Und dann kaufte ich lange Margarine ohne Palmölzusätze, dachte ich zumindest...Butter kam wegen meiner Laktoseintoleranz nicht in Frage. Auch Süßigkeiten und Ksometika nahm ich unter die Lupe und verzichtete da ganz bewußt ,wo ich keine palmölfreien Ersatz finden konnte...

Und dann war sie wieder da, die Biomargarine...mit Palmöl :-(

Da ich aber seit Jahren Vegetarier mit Tendenz zum Veganer bin, als laktoseintoleranter Mensch ist es nicht so schwer auf Milchprodukte zu verzichten, kam Butter eigentlich nicht in Frage.
Ich bin Vegetarier, weil ich an dem Leid der Tiere nicht mehr beteiligt sein möchte.
Ich finde die Vorstellung, dass der Kuh, das Kalb weggenommen wird, damit ich die Milch trinken kann, die dem Kalb zusteht, so haarsträubend, dass mir davon schlecht wird.
Auch die anderen Begleitumstände der heutigen Viehhaltung finde ich mehr als bedenklich. Also...alles in allem keine gute Idee mit einem anderen Wesen so umzugehen.

So, nun stehe ich da mit der erneuten Frage nach Butter oder Margarie und fühle mich als ob ich zwischen Pest und Cholera wählen müßte, oder vielleicht ganz auf Fett verzichten, also auf das Fett was ich mir aufs Brot streiche...oder vielleicht Olivenöl drüber träufeln?
Und warum essen wir überhaupt soviel Brote hier...Porridge, Müsli, etc....wären ja auch eine Alternative.
Ich esse Brot, weil ich es mag und ich backe es sogar meistens selber, mahle mein Biogetreide und backe dann ganz frisch....Brot gehört hier zur Kultur...oder sind das alles bloß kopfgemachte Ausreden? Ui, schon wieder bei der Frage, was brauchen wir denn wirklich?

Ich machte mir beim Frühstück eine Notiz, dass ich zu dem Thema unbedingt schreiben will...

Am nächsten Tag waren wir dann auf einem Geburtstag zum Brunch eingeladen...und Markus 15-jähriger Sohn, sagte völlig selbstverständlich, Margarine und Nutella esse er nicht...wegen des Palmöls...HOLLA! dachte ich, nicht schlecht und fragte mich, ob er sich die Butter-Frage schon gestellt hat. Oder ob er sich auch bewußt ist wie weit das Palmölthema denn wirklich reicht.

Einen zweiten Aspekt hat das ganze ja auch noch...der Transport des Palmöls aus Mexiko, Asien und wo die Ölpalmen sonst noch angebaut werden, macht auch keinen guten ökologichen Fußabdruck für die Produkte die Palmöl enthalten.
Da ist die Butter aus der Region besser, oder?
Und wenn es Biobutter ist noch besser...
Hm, wenn ich einmal anfange mir Fragen zu stellen, bekommen diese dann immer viele Babies.

So, was ist meine Konsequenz aus der Frage:
Ich esse Bio Butter und hoffe, dass diese Biokühe aus der Region so gut gehalten werden, dass es ihnen gut geht, dass sie mit Achtung und Respekt behandelt werden.

Von Herzen grüßt Euch
Eure Sandra

Hier ist der passende Artikel  zum Thema und noch einer, zwei  viele weitere Artikel sind im Netz zu finden. Es gibt sogar eine App, mit der Ihr testen könnt ob Palmöl im Produkt ist und es ein alternatives Palmölfreies Produkt gibt.



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